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Die Universitäten
In Korea gab es Universität-entsprechende Einrichtung schon seit dem 7. Jahrhundert, die der Forschung und Lehre, also der gesellschaftlichen Wissensvermittlung gedient hat. Jetzt gibt es in Südkorea fast 500 Fach- und Hochschulen mit 2,54 Millionen Studenten, die meistens aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg stammten. Die bedeutendsten Universitäten sind die Korea-Universität (gegründet 1905), die Seoul Nationaluniversität (1946), die Yonsei-Universität (1915) und die Ewha-Frauen-Universität (1924), alle in Seoul; die Chonnam Nationaluniversität (1946), die Chosun-Universität (1946) in Gwangju und die Pusan Nationaluniversität (1946) in Pusan. Übrigens ist die wichtigste Einrichtung der höheren Bildung Nordkoreas die Kim-Il-Sung-Universität (1946) in P'yöng-yang.
(2) Korea-Universität
Die älteste private Universität Koreas ist Korea-Universität. 1905 wurde sie als College gegründet. Der Begründer war emaliger analphabetischer Wasserabliefer Lee Yong-ik, der zum Zwecke der Vaterlandsverteidigung eine moderne westliche Universität einrichten wollte und von vielen Arbeitern und Prostituierten Geldbeitrag sammelte. Während der japanischen Kolonialzeit war die Korea-Universität Zentrum der Widerstandsbewegung gegen Japan, und während der militärischen Diktaturzeit Vorhut der Demokratiebewegung, so dass sie allgemein als extrem-ungehorsam angesehen und häufig von den Regierenden geschlossen wurden.
1946 wurde das College zur Universität.
Die Architektur der Korea-Universität gilt als die würdevollste in Korea. Das Hauptgebäude und die Bibliothek wurden von Park Dong-jin entworfen (1937 erbaut) und werden heute als Verwaltungsgebäude und die Bibliothek für die Graduierten genutzt.
Der traditionelle Sportkonkurrent von Korea-Uni ist die Yonsei-Universität.
(3) Yonsei-Universität
Die zweitälteste private Universität Koreas ist Yonsei-Universität, die
(4) Seoul Nationaluniversität
Allgemein wird sie in Folge vor Korea-Universität und Yonsei-Universität zur besten Universität Koreas gekürt. Also zählen die Zulassungskriterien zu den härtesten Koreas: Weniger als 1 Prozent all der Bewerber werden endlich angenommen.
(5) Ewha-Frauen-Universität
Ewha-Frauen-Universität wurde 1924 von einer amerikanischen Missionärin als College für Frauen eingerichtet. Da erst seitdem die koreanischen Frauen das volle Recht haben, Mitglied der Hochschule zu sein und akademische Titel zu erwerben, ist die Ewha-Frauen-Universität als Vorläufer der modernen weiblichen Erziehung zu werten.
(6) Kor-Yon-Karneval
Der Kor-Yon-Karneval ist eine prächtige jährliche Veranstaltung, die die gute Rivalität zwischen den zwei größten und vorrängigsten privaten Universitäten Südkoreas - Korea-Universität und Yonsei-Universität - verherrlicht. In Südkorea nennt man es einfach "Koyonchon" oder "Yonkochon", aber aus phonetischen Gründen nennt man eher "Yonkochon" als "Koyonchon". Jedes Ende September breiten die durch die Straßen marschierenden Studenten der zwei Universitäten ihre universitäre Farbe aus, singen Anfeuerungslied chor, dadurch kommt die ganze Stadt von Seoul ins Gefühl und in die Laune von einem grandiosen Karneval.
Für die Sportakteur auf dem Feld wird der Wettkampf in 5 Sportarten veranstaltet: Baseball, Basketball, Eishockey, Rugby und natürlich Fußball. Traditionell ist Korea-Universität überlegen an Fußball und Baseball, Yonsei-Universität an Basketball und Rugby.
(7) Studentenbewegung
Wie manche Länder stellen die koreanischen Universitäten auch Bollwerke des Freiheitskampfes, Geburtsstätten radikaler und revolutionärer Gedanken dar. Deshalb beschnitt die koreanische Regierung die akademischen Freiheiten der Universitäten und verhaftete Lehrende und Studenten. Restriktive und repressive staatliche Maßnahmen gab es schon unter der japanischen Herrschaft, was auch nach der Begründung Südkoreas weiter andauerte. So kam es 1960 etwa zu Studentenrevolte gegen die Ungerechtigkeit in der Präsidentenwahl in Seoul (Korea-Universität war an der Spitze), was nach der flüchtigen Überwältigung durch einen Staatsstreich niedergeschlagen wurde. Gegen die militärische Dikatur geschah 1974 eine Studentenunruhe in der Korea-Universität, in deren Folge die Truppen mit ihren Panzern in der Universität residieren sollten.
Die 1980 in der Chonnam-Universität entstandene Studentenunruhe verursachte den Massenmord in Gwangju, infolgedessen organisierten sich mehrere regierungsfeindlichen Studentenoppositionen im ganzen Land. In der 80er Jahren herrschte Kommunismus (u.a. nordkoreanischer Subjekt-Gedanke) in all den Universitäten Südkoreas, indem viele Studenten fast täglich auf der Straße gegen die militärische Diktatur demonstrierten und Molotov-Cocktail schleuderten. Nachdem aber die Regierung allmähnlich demokratisiert worden war, verebbten die Proteste, und ihr Potential ging teilweise in politischen Parteien, teilweise in NGOs auf.
24. Juli 2000
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